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Ein paar sehr sehr unangenehme Wahrheiten zur demographischen Entwicklung Deutschlands und die USA-Lösung #Hartz4

Gastbeitrag zu Hartz IV

„Sozialhilfe auf fünf Jahre begrenzen“

Von Gunnar Heinsohn

In Amerika beendete Bill Clinton 1997 das Recht auf lebenslange Sozialhilfe

In Amerika beendete Bill Clinton 1997 das Recht auf lebenslange Sozialhilfe

16. März 2010 

Vorab ein paar unangenehme Wahrheiten zur demographischen Entwicklung: Von 100 Kindern, die Deutschland benötigt, um nicht weiter zu schrumpfen und zu vergreisen, werden 35 gar nicht erst geboren. Statt der 2,1 Kinder je Frauenleben, die für eine demographische Stabilisierung nötig wären, kommen nur knapp 1,4. Von den 65 Kindern, die auf die Welt kommen und zu Jugendlichen heranwachsen, gelten später 15 als nicht ausbildungsreif. Unter den Lehrstellenbewerbern waren fast die Hälfte nicht ausbildungsfähig, so der neueste Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. Von den 50 befähigten Kindern verlassen 10 das Land und suchen als Auswanderer anderswo ihr Glück. Es stehen mithin gerade mal 40 der erforderlichen 100 Nachwuchskräfte zur Verfügung. Die Bedrohung für die Wirtschaft, den Sozialstaat, das Gemeinwesen insgesamt wird als so groß empfunden, dass es unter den Demographen kaum einen gibt, der dem Land noch Hoffnungen macht.

Doch das eben gezeichnete Bild ist immer noch geschönt. Denn die verbliebenen vierzig Nachwuchskräfte werden immer mehr entmutigt, in Deutschland zu bleiben. Die Entmutigung unserer vierzig rührt vorrangig daher, dass ihre Belastung durch den Sozialstaat stetig zunimmt. Sie müssen immer mehr Alte versorgen. Im Jahr 2060 wird es statt heute 81 nur noch 65 Millionen Menschen in Deutschland geben; das Durchschnittsalter steigt von 44 auf 54 Jahre. Nach realistischen Szenarien werden 2060 nur noch 30 Millionen Menschen im Alter zwischen 24 und 65 Jahren stehen. Diese müssen 22 Millionen Alte sowie 13 Millionen Junge versorgen. Selbst wenn alle Bürger im erwerbsfähigen Alter arbeiten würden, müssten dann 100 Verdiener für knapp 120 Nichtverdiener aufkommen.

Rund ein Viertel der Hartz-IV-Bevölkerung von 6,53 Millionen Menschen sind Kinder unter 15 Jahren (1,7 Millionen). Ihr Anteil wird weiter wachsen.
Rund ein Viertel der Hartz-IV-Bevölkerung von 6,53 Millionen Menschen sind Kinder unter 15 Jahren (1,7 Millionen). Ihr Anteil wird weiter wachsen.

Eine demographische Zukunft haben nur die Bildungsfernen. So besteht im Februar 2010 die Hartz-IV-Bevölkerung von 6,53 Millionen Menschen zu 26 Prozent aus Kindern unter 15 Jahren (1,7 Millionen). Im leistenden Bevölkerungsteil von 58 Millionen Bürgern unter 65 Jahren dagegen gibt es nur 16 Prozent Kinder (9,5 Millionen). Doch selbst der 26-Prozent-Kinderanteil in Hartz IV ist nur ein Anfang. Er wird weiter wachsen, weil er bei den Kleinsten schon sehr viel höher liegt. So hatte Bremerhaven vergangenes Jahr zwar „nur“ 33 Prozent der Kinder von 7 bis 15 Jahren auf Hartz IV. Bei den 0- bis 3-Jährigen aber waren es 45 Prozent. Deshalb steht zu befürchten, dass in einigen Jahrzehnten weit mehr als ein Viertel der Menschen in eine Hightech-Gesellschaft mit ihren hohen Qualifikationsanforderungen nicht passt.

„Politische Ökonomie“ heißt die Volkswirtschaftslehre seit 1615, als Antoine de Montchrétien in seinem Buch „Traité d'économie politique“ beide Termini erstmals zusammenrückte. Als Schüler von Jean Bodin lernte er, dass man zum Wirtschaften nicht nur Produktionsstätten und Märkte, sondern auch arbeitende Menschen benötigt. Da diese nicht wie Waren produzierbar sind, muss für ihre Bereitstellung die Gesellschaft - griechisch die „polis“ - einstehen. Zwischen 1500 und 1915 machte Europa einen Sprung von 80 auf 500 Millionen Einwohner. Die Bedeutung des „Politischen“ in der Ökonomie geriet angesichts dieser Entwicklung in Vergessenheit. Doch die demographischen Grundlagen erodieren seit Jahrzehnten. Schon 1975 waren die Geburtenzahlen je 1000 Einwohner von einstmals 50 auf nur noch 10 gefallen.

Bestenfalls reicht es noch für ein Wunschkind

Weil junge Frauen während ihrer optimalen Gebärperiode heute genauso wie junge Männer mit ihrem beruflichen Fortkommen beschäftigt sind, reicht es bestenfalls noch für ein Wunschkind und oft nicht einmal für dieses. Deshalb liegen bereits 100 Nationen unterhalb der Nettoreproduktion von 2,1 Kindern. Die Regierungen haben spät auf diese Entwicklung reagiert. Seit den späten achtziger Jahren ist auch in Deutschland die Wiederkehr der Politischen Ökonomie zu beobachten - doch in denkbar verfehlter Weise.

Der Königsweg wäre qualifizierte Einwanderung. Denn „skilled immigrants“ böten die optimale Problemlösung. Seit 1987 hat man über 12 Millionen Fremde geholt. Aufgeklärte Iraner sind darunter, die vor Teherans Fanatikern flüchten; russische Juden, die dem Antisemitismus entkommen wollen, und Vietnamesen, die schon die DDR holte. Ihre Kinder schaffen bessere Abiturnoten als der Nachwuchs des deutschen Bildungsbürgertums. Sie erfüllen die politökonomischen Kriterien des qualifizierten Einwanderers, der Lern- und Leistungsfähigkeit mitbringen sollte. Unter Kanadas Einwanderern erfüllen fast 100 Prozent dieses Kriterium, in Australien knapp 90 Prozent. Kanada wird zur ersten Nation, die bei den (oft chinesischen) Zuwandererkindern einen höheren Intelligenzquotienten (IQ) misst als bei den Alteingesessenen.

Migrantenkinder im Rückstand

Zwischen Rhein und Oder hingegen liegen Migrantenkinder - von den begabten Ausnahmen abgesehen - tiefer unter dem einheimischen Leistungsniveau als irgendwo sonst auf der Welt. In den Pisa-Tests haben sie als Fünfzehnjährige 100 Punkte beziehungsweise zwei Lernjahre Rückstand. 44 Prozent dieses Fünftels der Bevölkerung bleiben ohne Berufsausbildung. „Die Zeit“ schrieb jüngst, dass für dieses Debakel die „Ursache noch niemand gefunden“ habe. Doch die Antwort ist einfach: Deutschland rekrutiert seine Einwanderer vorrangig nicht aus Eliten, sondern aus den Niedrigleistern des Auslands, weshalb man eben nur etwa 5 Prozent qualifizierte Einwanderer gewinnt. Und deren Nachwuchs schleppt die Bildungsschwäche weiter.

Die deutsche politische Führung scheint fest entschlossen, weiter auf dem erfolglosen, immer teurer werdenden Weg der verfehlten Einwanderungs- und Sozialpolitik zu gehen. Mehr Geld für Sozialprogramme hilft dabei nicht einmal zur Bekämpfung der Symptome, wie der Politologe und Ökonom Charles Murray in seiner Studie „Losing Ground“ überzeugend dargelegt hat. Zwischen 1964 und 1984 erhöhte Amerika seine Ausgaben für Sozialhilfe sehr stark. Und doch stieg die Zahl der „Sozialhilfemütter“ und ihrer Kleinen von 4 auf 14 Millionen. Murray fasste diese Entwicklung in die Gesamtformel „Mehr Geld vermehrt Armut“.

Die Quasiverbeamtung immer mehr bildungsferner Kinder

Seine wichtigsten Schlussfolgerungen lauteten: Erstens: Die Bezahlung der Mutterschaft für arme Frauen führt zu immer mehr solchen Müttern. Zweitens: Die Kaschierung des Schulversagens ihrer Kinder durch Senkung der Anforderungen höhlt die Lernbereitschaft weiter aus. Drittens: Die Entschuldigung der Kriminalität dieser Kinder - 10 Prozent der Jungen sind auf Sozialhilfe, diese begehen aber 50 Prozent der Verbrechen - als „Versagen der Gesellschaft“ treibt die Deliktzahl weiter nach oben. Viertens: Die Abschaffung der Sozialhilfe wirkt für die Betroffenen hilfreicher als ihre Belohnung mit Quasiverbeamtung für immer mehr bildungsferne Kinder.

Diese unbequemen Einsichten haben in der amerikanischen Politik zu einem Umdenken geführt. Letztlich hat der Linksliberale Bill Clinton die entscheidende Wende eingeleitet. Ungeachtet aller „Rassismus“-Vorwürfe aus den eigenen Reihen setzte er zum 1. Januar 1997 die wichtigsten von Murrays Vorschlägen um. Clintons Reform beendete das seit 1935 geltende Recht auf lebenslange Sozialhilfe. An seine Stelle trat ein auf fünf Jahre begrenztes Recht auf Unterstützung bei tatkräftiger Hilfe nicht zu irgendeiner abstrakten Integration, sondern zum Übergang in Arbeit. Der Erfolg dieser Maßnahmen war durchschlagend: Bezogen vor der Reform 12,2 Millionen amerikanische Bürger Sozialhilfe, so waren es 2005 nur noch 4,5 Millionen. Die Frauen der Unterschicht betrieben nun Geburtenkontrolle. So sank die Zahl der „welfare mothers“ drastisch, ebenso die Kriminalität der Söhne dieses Milieus.

1,7 Millionen Kinder leben ausschließlich von Sozialhilfe

Fährt Deutschland mit seinem sozialpolitischen Kurs, der die Clintonsche Lektion ignoriert, wirklich besser? Die Zahl der ausschließlich von Sozialhilfe lebenden Kinder unter 15 Jahren sprang von rund 130.000 im Jahre 1965 (nur Westdeutschland) über 630.000 im Jahre 1991 auf 1,7 Millionen im Februar 2010. Nicht nur 10 Prozent aller Babys wie damals in Amerika, sondern schon 20 Prozent werden mit Steuergeld finanziert. Während deutsche Frauen außerhalb von Hartz IV im Durchschnitt nur ein Kind haben und leistungsstarke Migrantinnen sich diesem Reproduktionsmuster nähern, vermehrt sich die vom Sozialstaat unterstützte Unterschicht stärker - mit allen Folgeproblemen. So sind in der Hartz-IV-Musterkommune Bremerhaven die Jungen in Sozialhilfe mit einem Anteil von rund 40 Prozent an der männlichen Jugend für mehr als 90 Prozent der Gewaltkriminalität verantwortlich.

Solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, werden Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen. Allein eine Reform hin zu einer Sozialnotversicherung mit einer Begrenzung der Auszahlungen auf fünf Jahre statt lebenslanger Alimentierung würde wirken - nicht anders als in Amerika. Eine solche Umwandlung des Sozialstaats würde auch die Einwanderung in die Transfersysteme beenden. Deutschland könnte dann im Wettbewerb um ausländische Talente mitspielen, um seinen demographischen Niedergang zu bremsen.

Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn ist Soziologe wie auch Ökonom und Autor vielbeachteter Bücher und Aufsätze zur Demographie. Er lehrt seit 1984 an der Universität Bremen.

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Lesermeinungen zum Beitrag

17. März 2010 22:26
@H" class="mashlogic mashlink-twitter mashlink" mashbutton="twitter@mashlogic.com" title="MashLogic: Twitter">@H. Hauswald - haben sie nicht gelesen, dass der eine  [<10]

Ubahnschläger von München 36 mal vor Gericht stand und immer wieder auf Bewährung freikam. Der zweite stand "nur" 18? mal vor Gericht.
Wenn hier einer Stammtischnieveau besitzt, dann sind sie das. Nicht nur in diesem Beitrag, sondern in allen ihren Beiträgen.

17. März 2010 20:39
na toll...  [<10]

... da fällt mir fast nix mehr ein, außer: hat da einer 'nen Sockenschuß?
Eine Empfehlung liegt nahe: ein Jahr Praktikum auf Schröder/Hartz4_Niveau - dass endlich die Erfahrung gedeiht, wovon man spricht; und alle Übrigen mit, die es besser wissen.
Die Frechheit ist ja, wie's schon Oskar Wilde wußte: 'jede Klasse predigt die Tugenden, die einzuhalten es nötig hat', - und hier jemand, der nicht zu knapp mittels Steuerknete ernährt wird (wieviel Familien werden satt davon?).
Zunehmend scheint es, dass die 'Gelbe Gefahr' nicht von außen kommt, sondern im Inneren sitzt; mit lauter Geistesflatulenzern, die kein Gesellschftskonzept haben, nicht wissen, wo Arbeitsplätze herkommen (keine Jobs!) oder wohin gegangen - und nur noch subtil rassistisch durch die Gazetten geistern (dürfen).
Leute, die Quatschbrühe in lichtscheuen Zirkeln versprühen (welch Schweiß?), leichter Verdienst eingeheimst, - wie bspw GW oder GS [50ts.€ für Null RedeLeistung!]; Hauptsache die dicke Hose brummt.
Büchner-Typen - ja, die mich sehr an Lisbeths vorgesetzten Vormund erinnern, in Stieg Larssons Buch+Film VERBLENDUNG. - Da sollten sich die Hartz4er wirklich langsam mal ein TätowierSet zusamm'sparen für sowas...
[PrimaFAZ: SED-Zensur? Kenn ich gut. ]

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17. März 2010 19:06
@ Banaschak und den Stammtisch  [12]

Ich glaube du wärst an einen Stammtisch besser aufgehoben. Das man in Deutschland ungestraft Straftaten begehen kann und dabei höchstens Bewährung bekommt glaubt Ihn vielleicht ein Bild Leser aber niemand sonst. Auch das die Armut in der USA gesunken ist, glaubt Ihnen niemand. Denn wie es hier schon gepostet wurde sind mittlerweile mehr, mehr, viel viel Mehr Menschen auf Armenküchen und ähnliches angewiesen in den neoliberalen Schlarafenland der USA. Auch ist die Kriminalität massiv gestiegen, 1% der Bevölkerung befindet sich im Gefängniss Dank auch der ganzen privaten Gefängnisse...
Wieso wird immer die USA als großes Vorbild genannt nach der wir uns richten müssen? Staatsverschuldung noch größer als unsere, der Durschnittsami ist gefühlte 100 mal mehr Verschuldet als der Deutsche. Bildung 2 bis 3 Klassengesellschaft. Das Gesundheitssystem gibt es nur für Leute die es sich leisten können und vorallen solange sie auch gesund sind (!!!). Über die Kriminalität müssen wir nicht sprechen. Die Finanzkrise ist in der USA entstanden dank Ihres "löblichen" Finanz-& Wirtschaftssystem.
Sicherlich hat die USA auch einige prima Vorteile, aber die hat Deutschland/Europa auch. Wir müssen uns nicht bei jeden Pups nach der USA richten

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17. März 2010 18:18
@ PaulRabe Ihr Beitrag 16. März 2010 19:56  [<10]

O.K. wenn Sie nun das Tierreich heranziehen wollen, möchte ich Ihnen auch hierbei Logik beibringen.
Bei Tieren mit Rudelverhalten - und Menschen sind solche - ist der Stärkste der Führer des Rudels.
Menschen haben nun eine Eigenart, die bei anderen Lebewesen nicht so ausgeprägt ist wie bei ihnen, nämlich die Intelligenz. Daraus entwickelte sich eine neue Art von Stärke. Der Intelligente konnte besser jagen als der Dumme und wurde damit als Führer des Rudels anerkannt.
Im Laufe der Entwicklung wurde "Reichtum" ein Zeichen von Stärke. Nur die christliche Religion hat dieses tierische Recht des Stärkeren= Reicheren eingeschränkt. Sehen Sie sich doch die "orientalische Pracht" im Islam und den Absolutismus bei den chinesischen Kaisern mit der Bescheidenheit deutscher Herrscher des hohen Mittelalters (800 - 1200) an.
Mit der Verlust der Religion wurde wieder das Recht des Stärkeren salonfähig.
Ein wirklich Reicher schafft sich doch Schutztruppen an und lacht über die verzweifelten Armen, die ihm was wegnehmen wollen.

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17. März 2010 18:07
dass durch die Emanzipation sich die Rolle der Frau geändert hat  [<10]

Das mag ja sein und wurde vom Autor auch nicht negativ bewertet. Allerdings sind fehlende Betreuungsplätze nicht alleiniger Grund. Wir haben das auch geregelt, obwohl es bei uns in der CH noch viel weniger Plätze gibt als in D. Und wir haben weder Erziehungsurlaub noch sonstwas. Wenn jemand Karriere machen möchte, dann hat er sicher keine existenziellen finanziellen Sorgen. Ich mache keine Karriere, bin einfacher IT-Anwendungsbetreuer und habe sicher keine Sorgen. Meine Frau arbeitet auch nicht, weil wir auf Ihr Gehalt angewiesen sind, sondern weil sie möchte.
Und in ausweglose Lebenssituationen geraten Menschen eben deshalb, weil es ihnen bequem gemacht wird. Diese lebenslange Hängematte hat Bill Clinton in den USA abgeschnitten. Und siehe da, viele dieser Menschen in ausweglosen Situationen haben plötzlich wieder Arbeit gefunden. Die Kriminalitätsrate ihres Nachwuchses sank plötztlich stark. Die Stadtteile wurden sicherer und die Gefängnisse füllten sich weit weniger stark als zuvor.
Kurzum: Es geschah genau das Gegenteil von dem, was sie behaupten?
Deshalb die Frage an sie: Warum behaupten sie die Unwahrheit? Haben sie den Beitrag gar nicht bis zu Ende gelesen?

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17. März 2010 17:46
Hier wird die Wirkung mit der Ursache verwechselt?  [14]

Leider haben sie den Artikel nicht sorgfältig gelesen, sonst würden sie erkennen, dass eben genau der Ursache für einen Anstieg der Sozialhilfefamielen und dem Anstieg der Kriminaltitätsrate dieser Familen auf den Grund gegangen wurde.
Integrationspolitik kann im Übrigen nur wirken, wenn sich ein Ausländer auch integrieren will. Warum haben wir keine Probleme mit Griechen, mit Türken, deren Land direkt an Griechenland grenzt, aber sehr wohl?
Der Autor schlägt vor, die Menschen zu verantwortungsvollem Handeln zu erziehen. Er möchte sie gerade aus der Abhängigkeit herauslösen. Sie sollten dem Autor nicht Dinge unterstellen, die sie hineininterpretieren. Das ist mehr als schäbig.
Und ihr Vorwurf, dass in den USA fast achtmal so viele Menschen im Gefängnis sitzen als in den meisten mitteleurop. Staaten ist auch falsch. Dass dort mehr Menschen einsitzen als bei uns, rührt daher, dass bei uns ein Mensch 36 mal Bewährung bekam, um beim 37. Verbrechen fast einen Rentner totschlagen darf. Finden sie das toll?
Dass Geschenke oder Transferzahlungen die Empfänger nur faul machen, sehen wir im übrigen auch in Entwicklungsländern. Die, die am meisten bekamen in Afrika und fast vollständig entschuldet wurden, haben heute die höchsten Schul

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17. März 2010 15:22
Bravo!  [48]

Bravo Herr Heinsohn, Bravo FAZ! Ich wünsche mir mehr solcher ehrlicher Artikel.

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17. März 2010 15:20
Ist die BRD langfristig lebensfähig?  [30]

In den USA ist ein solches Umsteuern möglich, weil die USA einen machtvollen Präsidenten haben. In der, durch die ehemaligen Sieger erschaffenen, Nachkriegs-Konstruktion BRD ist eine solch entschlossene Reaktion auf eine Fehlentwicklung nicht möglich, selbst wenn diese seit Jahrzehnten bekannt ist. Die Institutionen und Machtbereiche blockieren sich gegenseitig was so weit geht, daß reformatorische Kräfte sogar vom Verfassungsschutz als Staatsfeinde verfolgt werden (so manchen Deutschenfeind wirds vielleicht freuen).
Eine Zukunft kann ich in dieser Konstruktion nicht sehen. Was danach kommt möchte ich mir nicht ausmalen.

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17. März 2010 15:08
Freifahrtsschein  [29]

Deutschland ist ein Sozialstaat. Jedenfalls laut BVerfG. Und die müssen es ja wissen. Und so lange sich dort nichts ändert, werden die Politiker weiter einen Freifahrtsschein für endlose soziale Unterstützung vorweisen können. Denn jede Kürzung des Sozialstaates würde sofort eine Verfassungsbeschwerde nach sich ziehen. Zu dem Problem, dass die deutschen Politiker, ander als Clinton, ohnehin nicht den Mut hätten den Sozialstaat grundlegend zu reformieren, kommt also noch die verfassungsrechtliche Schranke. Wenn das BVerfG nicht bald grundlegend von seiner bisherigen Rechtsprechung abweicht, wird hier gar nichts auf fünf Jahre gekürzt und auch sonst nichts, wo "sozial" vorsteht.

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17. März 2010 14:48
Bittere Wahrheit  [32]

Mutig, daß hier endlich mal jemand bereit ist, diese bittere Wahrheit zu äußern: Dummerweise treibt die Mehrzahl der Menschen der Drang nach Geld. Wenn ich Geld für eine Leistung biete, richtet sich die Zahl der Menschen, die sich bemühen diese Leistung zu erbring

Multikulturalimus: Der Krieg gegen Israel ist auch ein Krieg gegen Europa und wird von der EU gegen die Bürger geführt.

Bat Ye’or: Europas Anti-Israel-Kurs wird zur Zerstörung Europas führen

Übersetzung des Artikels  “Europe’s anti-Israel strategy will result in the destruction of Europe itself” auf Robert Spencers “Jihad Watch”

Bat Ye'or

Bat Ye'or

Bat Ye’or sprach unlängst auf einer internationalen Konferenz an der Hebräischen Universität in Jerusalem über Antisemitismus, Multikulturalismus und ethnische Identität. Ihr Vortrag trug den Titel „Von Europa nach Eurabia“, und ist angesichts des derzeitigen Prozesses gegen Geert Wilders von besonderer Aktualität. Pamela Geller veröffentlichte das vollständige Manuskript auf Atlas Shrugs. Hier einige Höhepunkte daraus:

 

[...] Eurabia ist nicht Europa, sondern sein Feind. Eurabia repräsentiert weder die Mehrheit der Europäer noch all seine Politiker. Wenn ich von Eurabia spreche, beziehe ich mich auf eine Ideologie, eine Strategie, eine Politik und eine Kultur, deren Inhalte und deren Vorgehensweise exemplarisch durch die Anna Lindh-Stiftung im ägyptischen Alexandria manifestiert wird, die im dortigen schwedischen Konsulat untergebracht ist. Urheber dieser Vision waren in den 1960er Jahren Charles de Gaulle und Haj Amin al-Husseini, der ehemalige Großmufti von Jerusalem, den de Gaulle 1946 schon vor den Nürnberger Prozessen bewahrt hatte. Nach dem Yom-Kippur-Krieg führte dieses Zusammenspiel zu einem Bündnis zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der arabischen Welt, welches aktiv auf allen Ebenen der Europäischen Gemeinschaft, regional und international, mit der gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik verknüpft ist. Es zielt auf die Schaffung einer strategischen Euro-Arabischen Front, die Israel gegenüber feindlich eingestellt ist, Arafat und die PLO dagegen unterstützt, und sich somit im Gegensatz zu Amerika befindet. Ohne viel Mühe konnte Frankreich dieses Programm nach dem arabischen Öl-Embargo von 1973 auch auf den Rest Europas übertragen. [...]

In den 1970er Jahren verfolgten die EG und die Arabischen Liga zwar unterschiedliche Ansätze aber dennoch die gleichen Ziele in diesem zusammenwachsenden Bündnis. Antisemitismus und Antiamerikanismus gab es schon immer unter den europäischen Linksparteien, bei den Kommunisten, den Nazis und bei den faschistischen Bewegungen, und dies lieferte der arabischen Propaganda günstige Voraussetzungen zu deren Verbreitung. Europa glaubte, dass es dadurch vor arabischem Terrorismus geschützt sei, die Sicherung der Energieversorgung sichergestellt wäre, die Dominanz auf den arabischen Märkten erlangt würde und die arabischen Dschihadisten sich wegen der europäischen Pro-Arafat Haltung sowie der massiven Unterstützung Palästinas zukünftig hauptsächlich gegen Israel und die USA wenden würden, wobei der nunmehr internationalisierte Palästina-Konflikt als ständiger Eiterherd Israel bis zum Verschwinden langsam zu Grunde richten sollte. Dieses Zusammenwirken von Judeophobie und Antiamerikanismus passt gut in die Strategie der euro-arabischen Allianz und ist eine ihrer Säulen. Die andere Säule ist der Krieg gegen Israel, welcher in der Tat nichts anderes ist, als die hinter einer Nebelwand versteckte Islamisierung christlicher Theologie und die Unterminierung westlicher Werte.

Aus ihrer Perspektive sahen die Länder der Arabischen Liga und der Islamischen Konferenz in diesem Bündnis mit Europa ein Mittel zum Zweck, um Europa von Amerika trennen, das westliche Lager zu zersplittern und zu schwächen, Israel zu vernichten, technologisch mit Europa gleichzuziehen und um durch die Mittelmeer-Partnerschaft einen großen europäisch-arabischen, einheitlichen, politischen und wirtschaftlichen Kulturraum zu schaffen. Auf diese Weise, unter Ausnutzung von Multikulturalismus und Masseneinwanderung, könnte der Islam und die arabischen Kultur etabliert werden um die Islamisierung auf dem europäischen Kontinent kraftvoll voranzutreiben. Europa würde durch die Kombination der Auswirkungen von Demographie, terroristischen Druck und der Abhängigkeit von Öl zu einem Vasall der islamischen Welt.

Der Multikulturalismus ist tatsächlich die entscheidende Voraussetzung der strategischen europäisch-arabischen Allianz. Seit 1975 enthalten alle Texte der euro-arabischen Konferenzen und diejenigen der EU die Vereinbarungen zwischen Europa und der arabischen Welt, in der die Bedingungen der arabischen und islamischen Einwanderung nach Europa, die Nicht-Integration der Zuwanderer und die Beibehaltung ihrer Beziehungen zu ihren Heimatländern, die Errichtung kultureller und politischer islamischer Zentren in den europäischen Städten und der Umgang mit Schulunterricht, Publikationen und Medien festgehalten werden. Was die aktuellen Entwicklungen betrifft, so kann man alles schon im Bericht von Luis Maria de Puig von der Europäischen Kommission für Kultur, Wissenschaft und Bildung bei der Europäischen Parlamentarischen Versammlung nachlesen, der von der spanischen sozialistischen Gruppe eingebracht wurde. (November 2002).

Man muss den Kultur-Jihad mit seinem judenfeindlichen, antiamerikanischen und antiwestlichen Charakter unbedingt in den Kontext des Multikulturalismus stellen. Der Multikulturalismus dient als das Instrument zur Untergrabung des abendländischen Gedankenguts mit dem Ziel der Übernahme der islamischen historischen und theologischen Gedankenwelt, zum Beispiel der Leugnung des historischen Jihad mittels einer defensiven Interpretation anstelle des Angriffskrieges, der Leugnung der Dhimmitude sowie der Rechtfertigung des islamischen Terrorismus, und zwar auf der Grundlage einer viktimologischen Wahrnehmung durch die Muslime, die sich einerseits als die immerwährenden Opfer des christlichen Abendlandes betrachten und andererseits als Opfer des Staates Israel womit beides zusammen in einer essenzialistischen Symbiose des Bösen mündet. [...]

Gestatten Sie mir hier das Thema Kultur-Jihad im wechselseitigen Zusammenhang mit dem Multikulturalismus noch etwas zu vertiefen. Mit Hilfe des Mythos von Andalusien versucht der Islam seine historische, kulturelle und demographische Legitimität in Europa zu beweisen. Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs haben bestätigt, dass der Islam in Europa zu Hause sei und dass die europäische Kultur im Islam verwurzelt wäre. So kann der Islam nach eigenem Selbstverständnis sowohl den Anspruch auf Multikulturalität im Bildungssystem begründen – der Obin Bericht für Frankreich (2004) macht das klar deutlich – als auch die Einführung der Prinzipien der Scharia in die europäische Rechtsordnung und in den Kulturbereich sowie die Einführung der islamischen Bräuche und der politischen Verhaltensregeln fordern, alles unter dem Deckmantel des Multikulturalismus.

Für die muslimischen Führer war der Multikulturalismus in Europa die Grundvoraussetzung um die euro-arabischen Vereinbarungen zur Reglementierung der Einwanderung umzusetzen, denn er erlaubt es den muslimischen Migranten sich nicht zu integrieren und sie „vor den Verirrungen, den Sitten und dem Denken der Nicht-Muslime“ zu schützen, so wie das von Mohammed al-Tohami auf der zweiten Islamischen Konferenz in Lahore im Februar 1974 forderte. Multikulturalismus befördert somit die Existenz von Parallelgesellschaften die sich niemals integrieren werden, also die Wiederauferstehung osmanischer „Millets“, d.h. die Rahmenbedingungen der islamischen Besiedlung nach der Eroberung der nichtmuslimischen Völker. Multikulturalismus und Nationalismus sind gegensätzliche Konzepte. Der heutige Kampf gegen die europäischen Nationalismen im innereuropäischen Kontext zur Einheit Europas erlaubt es, aufgrund dieser beiden Behauptungen Millionen von muslimischen Einwanderern ihre Kultur nach Europa zu importieren und gleichberechtigt zu etablieren: der andalusische Mythos und der islamische Ursprung europäischer Kultur.

Was Israel betrifft, so zielt der Kultur-Jihad in der westlichen Wissenschaft darauf ab, Israel durch Palästina zu ersetzen, und zwar sowohl auf kultureller als auch auf theologischer Ebene. Es dreht sich dabei um ein paar Hauptanliegen: die Nichtexistenz des Judäo-Christentums, die Islamisierung der christlichen Theologie durch den Moslem Jesus, der Rückkehr zu einer christlichen Ersatztheologie in der Palästina Israel ersetzt, die Kreuzigung Palästinas durch ein mittels Blut und Sünde entstandenes Israel, die Übertragung der jüdischen Geschichte auf die Palästinenser und die Nazifizierung Israels. [...]

Abschließend möchte ich noch sagen, dass sich der neue Antisemitismus auf der geostrategischen Ebene als euro-arabischer Krieg gegen Israel wiederfindet. Seine Thesen sind Teil der klassischen europäischen Judeophobie, eingebettet nunmehr im Kontext der Ideologie des islamischen Jihad. Deshalb trägt die neue Judeophobie die Zerstörung des Westens in sich; die Zerstörung seiner Institutionen, seiner Kultur und seiner Seele.

Übersetzung Conny Axel Meier, BPE

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Bundeskanzlerin Merkel stört sich am Wohnungsbau in Jerusalem und meint das hätte mit Frieden zu tun. #Israel

Was für ein Friedensprozess, Frau Bundeskanzlerin?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

sofern es Ihre Absicht war, am Montag einen bVDfI-Tag einzugelegen (bVDfI=besondere Verantwortung Deutschlands für Israel), muss ich Ihnen leider bescheinigen, dass Sie bestenfalls die besondere Verblödung westlicher Politiker in Nahostfragen zur Schau gestellt haben.

Sie haben also Angst, durch israelische Baumaßnahmen in Jerusalem “der gesamte Friedensprozess wieder gestört wird”. Gestatten Sie mir den Hinweis, dass es so etwas wie einen “Friedensprozess” nicht gibt. Ein Friedensprozess, sofern er mehr sein soll als nur eine Gelegenheit zur Selbstinszenierung von zweitklassigen Profilneurotikern aus Europa, setzt die Bereitschaft beider Seiten voraus, die friedliche Koexistenz eines jüdischen mit einem arabischen Staat als Ziel anzustreben – was Israel längst akzeptiert und aktiv versucht hat. Damit ist weder Terrorismus vereinbar noch die Rückkehr der sogenannten Flüchtlinge (oder vielmehr die von deren Nachkommen, deren Bevölkerungsexplosion mit UN-Mitteln systematisch finanziert wurde) nach Israel. Letzteres wäre nichts anderes als das Projekt der ethnischen Unterwanderung Israels und seiner Verwandlung in einen arabisch-muslimischen Staat.

(Mir ist natürlich klar, dass Ihnen nicht einleuchtet, wo hier das Problem liegen soll. Wer – wie Sie – nichts dagegen hat und sogar fördert, dass das eigene Volk von muslimischen Immigranten unterwandert, ruiniert und – darauf wird es am Ende hinauslaufen – im eigenen Land als Volk von Untermenschen unterdrückt werden wird, grübelt wahrscheinlich den ganzen Tag darüber nach, warum die Israelis diesem leuchtenden Vorbild nicht folgen? Nun, vielleicht hängt es damit zusammmen, dass die Juden uns gewisse Erfahrungen voraushaben, die sie nicht wiederholen möchten, die uns aber aufgrund Ihrer göttlichen Politik noch bevorstehen, und dass sie nicht mit jenem masochistischen Selbstbestrafungskomplex geschlagen sind, der unser Volk, aber auch die anderen Völker des Westens, zugrunde richten wird.)

Was nun den Friedensprozess angeht, so wird der so lange nicht stattfinden, wie die Palästinenser glauben, sie könnten Israel – durch Terror, durch Isolation oder durch Unterwanderung – zerstören. Erst, wenn ihnen klar (gemacht) wird, dass dies eine Illusion ist, und dass die Zeit gegen sie arbeitet, nicht für sie, erst dann kann ein Friedensprozess beginnen, der diesen Namen verdient.

Wenn Sie also durchaus den Ehrgeiz haben, sich im Nahen Osten als Friedenstifterin zu betätigen (wozu Sie freilich schon deshalb nicht qualifiziert sind, weil Ihr Geschichtsbild sich wesentlich aus dümmlichen Klischees zusammensetzt und vermutlich zur Hälfte aus FDJ-Schulungen stammt, und weil der Geist der Servilität gegenüber der jeweiligen Vormacht, den Sie anscheinend aus der DDR mitgenommen haben, sich heute in einer Art Merkeldoktrin niederschlägt, wonach Deutschland jede Wendung der USA mitmachen müsse), wenn Sie also zum Frieden in Nahost wirklich beitragen wollen, dann gewiss nicht dadurch, dass Sie Israel unter Druck setzen, Konzessionen allein schon dafür zu machen, dass die Gegenseite sich zu “indirekten Verhandlungen” herbeilässt (Wie hoch wird erst der Preis sein, den sie für direkte Verhandlungen fordern werden?), sondern dann gibt es dazu nur einen Weg, nämlich sich hinter Israel zu stellen und die westlichen Verbündeten aufzufordern, es einem gleichzutun. Nur dann – wenn überhaupt – werden die Palästinenser sich ihren monströsen Traum, die Juden ins Meer zu jagen, aus dem Kopf schlagen. (Und je mehr die Israelis im Westjordanland und in Ost-Jerusalem bauen, desto schneller wird die Gegenseite lernen, dass ihr die Zeit davonläuft.)

Sie müssen das selbstverständlich nicht tun. Nur unterlassen Sie dann bitte auch Ihr peinliches sentimentales Geschwätz von der “besonderen Verantwortung”. Die Kluft zwischen Reden und Handeln schadet unserem Land nämlich viel mehr, als wenn sie einfach Ihren Mund halten würden.

Wer sich gegen die Barbarei auflehnt, wird von den Faschisten selbst beschuldigt, ein Barbar zu sein. #Islam #Kelek

 

Essay

Fundamentalismus der Aufklärung oder Rassismus der Antirassisten?

Von Pascal Bruckner

24.01.2007. Ayaan Hirsi Ali sieht nicht nur gut aus, sondern beruft sich auch noch auf Voltaire. Da übertreibt sie, finden Ian Buruma und Timothy Garton Ash, und erklären sie zur "Fundamentalistin der Aufklärung". Sie selbst verkörpern den Rassismus der Antirassisten.

"Was sollte man einem Menschen antworten, der einem sagt, er gehorche lieber Gott als den Menschen, und der sich infolgedessen sicher ist, den Himmel zu verdienen, wenn er einen erdrosselt?" (Voltaire)

"Kolonialismus und Sklaverei haben im Westen ein Gefühl der Schuld hinterlassen, das dazu verführt, andere Kulturen einfach immer ganz wunderbar zu finden. Diese Haltung ist denkfaul, wenn nicht rassistisch." (Ayaan Hirsi Ali)

Es lässt sich nicht leugnen: Die Feinde der Freiheit kommen zuerst aus den freien Gesellschaften, aus einem Teil jener aufgeklärten Eliten, die der übrigen Menschheit - ja sogar den eigenen Mitbürgern - den Genuss demokratischer Rechte verwehren, falls diese das Pech haben, einer anderen Religion oder Ethnie anzugehören als sie selbst. Wer's nicht glauben will, der lese zwei kürzlich erschienene Texte : das Buch des niederländisch-britischen Autors Ian Buruma über den in Amsterdam verübten Mord an Theo van Gogh (1) und die von dem englischen Journalisten und Universitätsprofessor Timothy Garton Ash verfasste und in der New York Review of Books veröffentlichte Rezension desselben Buches (2).

Ian Burumas nach angelsächsischer Art geschriebene Reportage fasziniert insofern, als sie alle Protagonisten des Dramas, den Mörder wie sein Opfer scheinbar unparteiisch zu Wort kommen lässt. Allerdings kann er seinen Ärger über das Engagement Ayaan Hirsi Alis, einer niederländischen Abgeordneten somalischer Herkunft, nur schlecht verbergen. Ayaan Hirsi Ali war mit Theo van Gogh befreundet und steht selbst unter Morddrohung. Ihre Kritik am Koran bringt Buruma in Verlegenheit. Timothy Garton Ash argumentiert noch brutaler: Als Apostel des Multikulturalismus ist er der Meinung, Ayaan Hirsi Alis Haltung sei zugleich verantwortungslos und kontraproduktiv. Sein Urteil ist erbarmungslos: "Ayaan Hirsi Ali ist eine mutige, freimütige und leicht vereinfachende Fundamentalistin der Aufklärung." (3) Als Beweis dafür dient ihm, dass diese junge Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt, in ihrer Jugend der Muslimbruderschaft in Ägypten angehört und lediglich ein Credo durch ein anderes ersetzt habe: den Propheten-Fanatismus durch den Vernunfts-Fanatismus.

Diese Art der Gleichsetzung ist nicht neu: Die Katholische Kirche gebrauchte sie im gesamten 19. Jahrhundert, um Reformen zu blockieren. Im unlängst in Frankreich ausgebrochenen Kopftuchstreit wurde sie von den Gegnern des Gesetzes ins Feld geführt. Im Fall Ayaan Hirsi Alis, die selbst beschnitten wurde und zwangsverheiratet werden sollte, die aus Afrika floh, um in den Niederlanden Asyl zu finden, ist diese Anschuldigung von vornherein falsch: Im Unterschied zu Mohammed Bouyeri, dem Mörder Theo van Goghs, hat sie niemals Mord gepredigt, um ihre Ideen durchzusetzen. In ihrer Autobiografie schreibt sie: "Der Koran ist Menschenwerk, nicht Gotteswerk. Darum müssen wir uns frei fühlen, ihn zu interpretieren und der modernen Zeit anzupassen, anstatt uns schmerzhaft zu verrenken, um wie die ersten Gläubigen in einer fernen und fürchterlichen Vergangenheit zu leben." (4) Hier findet sich keine Spur von Sektierertum. Ihre einzigen Waffen sind die der Überzeugung, der Widerlegung, der Rede. Sie argumentiert mit Vernunft und nicht mit pathologischem Bekehrungseifer.

Die bloße Hoffnung, eines Tages die Tyrannei und den Aberglauben zu besiegen, kann doch wohl nicht als ungesunde Exaltiertheit gelten. Doch Ayaan Hirsi Ali wie auch andere aufbegehrende Musliminnen - Taslima Nasrin, Wafa Sultan (hier ihr unglaubliches Interview auf Al Dschasira), Irshad Manji, Seyran Ates, Necla Kelek - hat in den Augen unserer so wohlwollenden Professoren ein unverzeihliches Verbrechen begangen: Sie nimmt die demokratischen Prinzipien ernst. Wenn sich der Schwache gegen den Starken zur Wehr setzt, ist es bekanntlich bequemer, über ersteren herzufallen als über letzteren. Dem Widerständler wird von den Feiglingen gern vorgeworfen, er fordere den Zorn des Mächtigen heraus.

Nicht ohne Perfidie bestreitet Ian Buruma Ayaan Hirsi Ali das Recht, sich auf Voltaire zu berufen: Dieser habe einer der mächtigsten Institutionen seiner Zeit, der Katholischen Kirche, die Stirn geboten, während sie sich damit begnüge, "eine verletzliche Minderheit im Herzen Europas" anzugreifen (5). Dabei vergisst er, dass der Islam keine Grenzen kennt. Die muslimischen Gemeinschaften der Alten Welt haben mehr als eine Milliarde Glaubensanhänger unterschiedlicher Strömungen im Rücken. Sie können zur Vorhut einer fundamentalistischen Offensive oder gerade im Gegenteil zum Beispiel einer vernünftigeren Religiosität werden. Das ist wahrlich keine Lappalie, sondern eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts!

Nicht genug, dass Ayaan Hirsi Ali wie eine Einsiedlerin leben muss, umgeben von Leibwächtern, die sie davor bewahren, dass die Radikalen ihr Versprechen wahr machen und ihr den Hals durchschneiden. Sie muss auch noch - wie Robert Redeker, der französische Philosoph, den islamistische Webseiten mit dem Tod bedrohen - , den Spott der Lehnstuhlphilosophen und Oberlehrer über sich ergehen lassen. In Holland hat man sie, sogar von links, als Nazi beschimpft! (6) Demnach wären die Verteidiger der Freiheit also Faschisten, während die Fanatiker als Opfer dastehen! Hier schnappt ein altbekannter Mechanismus ein: Wer sich gegen die Barbarei auflehnt, wird selbst beschuldigt, ein Barbar zu sein.

Das Gleichheitszeichen kommt jedoch in der Politik wie auch in der Philosophie immer einer Abdankung gleich. Wenn denken heißt, seine eigenen Worte abzuwägen, um die Welt treffend zu benennen, also zu vergleichen, dann zeugt die Gleichsetzung vom Scheitern des Denkens. "CRS-SS" zu schreien, wie man es im Mai 1968 tat, oder "Bush = Bin Laden" oder zu sagen, Voltaire sei dasselbe wie Savonarola, heißt, sich mit und zweifelhaften Parallelen zufriedenzugeben. Die Aufklärung wäre dann nur eine weitere Religion - so verrückt und unnachgiebig wie der Katholizismus der Inquisition oder der radikale Islam. Im Fahrwasser von Heidegger hat eine ganze Denkschule von Gadamer bis Derrida den Anspruch der Aufklärung angefochten, ein neues Zeitalter einer sich selbst bewussten Geschichte zu verkörpern. Im Gegenteil: Dieser philosophischen und literarischen Episode sollen alle Leiden unserer Zeit entsprungen sein: Kapitalismus, Kolonialismus,Totalitarismus. Die Kritik der Vorurteile soll nur ein weiteres Vorurteil sein, womit bewiesen wäre, dass die Menschheit unfähig ist zur Selbsterkenntnis. Dem Wahn einiger Literaten, die mit Gott und der Offenbarung tabula rasa machen wollten, sei es zu verdanken, dass Europa später in die Finsternis hinabgetaucht sei. Durch eine scheußliche Dialektik habe die Erweckung der Vernunft Ungeheuer hervorgebracht (Horkheimer, Adorno).

Dass es tatsächlich einen Fanatismus der Moderne gegeben hat, davon zeugt die gesamte Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es ist auch unbestreitbar, dass der Fortschrittsglaube die Gestalt einer Religion samt ihren Hohepriestern - von Saint Simon bis Auguste Comte über Victor Hugo - angenommen hatte. Die abscheulichen weltlichen Religionen des Nationalsozialismus und des Kommunismus standen den schlimmsten Gottesstaaten, deren radikale Negation sie - zumindest im zweiten Fall - sein wollten, mit ihren todbringenden Ritualen und Massenmorden in nichts nach. Man hat im 20. Jahrhundert mehr gegen Gott getötet als in seinem Namen. Und doch wurden der Nationalsozialismus und nach ihm der Kommunismus von demokratischen Regierungen entthront, die ihre Inspiration aus der Aufklärung und der Philosophie der Menschenrechte bezogen und die auf Toleranz und Meinungsvielfalt beruhten. Die Romantik hat die Abstraktheit der Aufklärung, ihren Anspruch, einen neuen, von jeglichem religiösen Gefühl, von jeglichem Fleisch befreiten Menschen zu erschaffen, heilsam gemildert. Wir sind heute die Erben beider Bewegungen und wissen die Besonderheit einer nationalen, sprachlichen und kulturellen Verankerung mit der Universalität des Menschengeschlechts in Einklang zu bringen. Schon seit langem übt die Moderne Selbstkritik, stellt ihre eigenen Ideale unter Verdacht und verurteilt die Anbetung einer Vernunft, die blind für die eigene Maßlosigkeit ist. Kurz, bis zu einem gewissen Grad kennt sie ihre Grenzen.

Die Aufklärung hat sich als fähig erwiesen, auch ihre Irrtümer zu überdenken. Kritik an ihren zum Exzess getriebenen Begriffen ist ein weiterer Beweis der Treue zu ihr. Ja, sie ist so sehr Bestandteil unseres zeitgenössischen geistigen Werkzeugs, dass selbst die von Gott besessenen Eiferer sich auf sie berufen, um ihre Botschaften zu verkünden. Ob wir wollen oder nicht, wir sind die Kinder dieses kontroversen Jahrhunderts, wir sind gezwungen, unsere Väter in der Sprache zu verdammen, die sie an uns weitergegeben haben. Und weil die Aufklärung selbst ihre ärgsten Feinde besiegen konnte, besteht kein Zweifel, dass sie auch die islamistische Hydra niederringen wird. Vorausgesetzt sie glaubt an sich und ächtet nicht ausgerechnet die wenigen Reformer des Islam.

Wir besitzen heute zwei Vorstellungen von Freiheit: die eine stammt aus dem 18. Jahrhundert und beruht auf der Befreiung von Tradition und Autorität, die andere stammt aus der anti-imperialistischen Anthropologie und nimmt an, dass alle Kulturen die gleiche Würde besitzen und darum nicht nach unseren eigenen Kriterien beurteilt werden dürfen. Der Relativismus empfiehlt uns, unsere vorgeblichen Werte als die Glaubenssätze jenes Stammes anzusehen, der sich "der Westen" nennt. Auf diesen Auffassungen beruht der Multikulturalismus: Entstanden 1971 in Kanada, will er vor allem das friedliche Zusammenleben von Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher ethnischer oder rassischer Herkunft auf ein und demselben Territorium gewährleisten. Für den Multikulturalismus verfügt jede menschliche Gruppe über eine Einzigartigkeit und Legitimität, die ihr Existenzrecht begründen und ihr Verhältnis zu den anderen definieren. Die Kriterien von Recht und Unrecht, von Verbrechen und Barbarei treten zurück vor dem absoluten Kriterium des Respekts vor dem Anderen. Es gibt keine ewige Wahrheit mehr, der Glaube an sie entspringt einem naiven Ethnozentrismus.

Wer schüchtern daran erinnert, dass Freiheit unteilbar ist, dass ein Menschenleben überall denselben Wert besitzt, dass die Amputation der Hand eines Diebes oder die Steinigung einer ehebrüchigen Frau nirgendwo geduldet werden können, wird im Namen der notwendigen Gleichheit der Kulturen zurechtgewiesen. Wie die anderen leben und leiden, wenn man sie erst einmal in das Ghetto ihrer Eigentümlichkeit eingepfercht hat, darum soll man sich nicht scheren? Man tröstet sich über die Last ihres Schicksals, indem man ihre unantastbare Andersartigkeit hervorhebt. Nun ist es allerdings eine Sache, die Überzeugungen und Riten von Mitbürgern fremder Herkunft anzuerkennen, und eine ganz andere, inselartigen Gemeinschaften den Segen zu geben, die jede Kontamination durch das Fremde abwehren und Schutzwälle zwischen sich und der übrigen Gesellschaft errichten. Wie kann man eine Andersartigkeit akzeptieren, die die Menschen ausgrenzt, statt sie aufzunehmen? Hier stößt man auf das Paradoxon des Multikulturalismus: Er gewährt allen Gemeinschaften die gleiche Behandlung, nicht aber den Menschen, aus denen sie sich bilden, denn er verweigert ihnen die Freiheit, sich von ihren eigenen Traditionen loszusagen. Statt dessen: Anerkennung der Gruppe, Unterdrückung des Individuums. Bevorzugung der Tradition gegen den Willen all jener, die Bräuche und Familie hinter sich lassen, weil sie zum Beispiel die Liebe nach ihrer eigenen Vorstellung leben wollen.

Man vergisst, dass es einen regelrechten Despotismus von Minderheiten gibt, die sich gegen die Assimilation sträuben, solange diese nicht mit einem Status der Exterritorialität und mit Sonderrechten verknüpft ist. So macht man diese Minderheiten zu Nationen innerhalb der Nationen, die sich dann zum Beispiel zuerst als Muslime und dann erst als Engländer, Kanadier oder Holländer ansehen: Identität gewinnt die Oberhand über Staatsangehörigkeit. Schlimmer: Aus lauter Respekt vor Besonderheiten sperrt man die Individuen erneut in eine rassische oder ethnische Definition, stößt sie zurück in eine Abgrenzung, aus der man sie doch gerade herausholen wollte. Da haben wir den Schwarzen, den Araber, den Pakistani, den Muslim, Gefangene ihrer Geschichte auf Lebenszeit, in ihre Hautfarbe und ihren Glauben verbannt, ganz wie in der Kolonialzeit.

Man verweigert ihnen, was bisher unser Privileg gewesen ist: den Übergang von einer Welt in eine andere, von der Tradition zur Moderne, vom blinden Gehorsam zur Vernunftentscheidung. "Ich habe die Welt des Glaubens, der Beschneidung (7) und der Ehe für die der Vernunft und der sexuellen Befreiung verlassen. Ich habe diese Reise gemacht und jetzt weiß ich, dass eine dieser beiden Welten ganz einfach besser ist als die andere, nicht wegen ihrer hübschen blinkenden Dinge, sondern wegen ihrer Grundwerte", schreibt Ayaan Hirsi Ali in ihrer Autobiografie (8). Minderheitenschutz bedingt auch das Recht der Angehörigen dieser Minderheiten, sich ihnen ohne Risiko für die eigene Person zu entziehen - durch Gleichgültigkeit, Atheismus, Mischehe, durch das Vergessen von Klan- oder Familiensolidarität, oder durch das Schmieden eines eigenen Schicksals, das ihnen selbst gehört und nicht in der bloßen Wiederholung der elterlichen Muster besteht.

Mit Rücksicht auf die erlittenen Kränkungen erhebt man die ethnische, sexuelle, religiöse oder regionale Minderheit oft zu einer Art kleiner Nation, bei der auch der maßloseste Chauvinismus in aller Unschuld als Ausdruck einer legitimen Selbstliebe gehandelt wird. Statt die Freiheit als eine den Determinismus aufbrechende Kraft zu feiern, unterstützt man die Wiederholung von Vergangenheit und den Zwang, den die Gemeinschaft auf den Einzelnen ausübt. Randgruppen produzieren zuweilen eine Art von Gesinnungspolizei und fahnenschwenkendem Mikronationalismus, der in einigen Ländern Europas bedauerlicherweise auch noch staatlich gefördert wird. Die Erpressung zu ethnischer, religiöser oder rassischer Solidarität, die Verurteilung Abtrünniger als Verräter, "Türken vom Dienst" "Onkel Toms" und "Bountys" soll jedes Streben nach Autonomie brechen. Unter dem Anschein der Vielfalt schafft man ethnische oder religiöse Kerker, deren Insassen die Privilegien der Mehrheitsgesellschaft verwehrt bleiben.

Dass eine Ayaan Hirsi Ali mit den Sanktionen unserer Intellektuellen zu rechnen hat, ist also kaum überraschend. Nichts fehlt im Porträt, das Timothy Garton Ash von der jungen Frau entwirft, nicht einmal ein altbackener Machismo: Nur die Schönheit und der Glamour der niederländischen Abgeordneten erklären für Ash ihren Medienerfolg, nicht etwa die Triftigkeit ihrer Vorwürfe (9). Dass der integristische Theologe Tariq Ramadan, dem er flammende Loblieder singt, seinen Ruf auch seinem playboyhaften Aussehen verdanken könnte, fällt Ash nicht ein. Stimmt schon: Ayaan Hirsi Ali durchkreuzt die gängigen Stereotypen der political correctness: Als Somalierin verkündet sie die Überlegenheit Europas über Afrika, als Frau ist sie weder verheiratet noch Mutter, als Muslimin kritisiert sie offen die Rückständigkeit des Korans. Dass sie all diese Klischees mit Füßen tritt, macht sie zu einer echten Rebellin im Gegensatz zu den Talmirevolutionären, die unsere Gesellschaften wie am Fließband produzieren.

Was Ian Buruma und Timothy Garton Ash an ihr maßregeln, ist das Verrückte, Hochfahrende, Maßlose und Getriebene, ihr Enthusiasmus. Sie handeln dabei wie jene Inquisitoren, die in jeder etwas zu flamboyanten Frau die vom Satan bewohnte Hexe jagten. Bei der Lektüre ihrer durch und durch herablassenden Äußerungen versteht man, dass der Kampf gegen den muslimischen Fundamentalismus zuallererst auf symbolischer Ebene und zuallererst von Frauen gewonnen werden muss, weil sie der Dreh- und Angelpunkt der Familie und der sozialen Ordnung sind. Sie zu befreien, ihnen in allen Belangen die gleichen Rechte wie den Männern zu gewähren, ist die notwendige Bedingung für einen Fortschritt in den arabisch-muslimischen Gesellschaften. Übrigens: Jedesmal, wenn ein westlicher Staat Minderheitenrechte gesetzlich verankern wollte, waren es Angehörige dieser Minderheiten - meistens Frauen -, die Widerspruch einlegten. Die großzügige Bereitschaft zu einem Entgegenkommen - etwa die Bestrebungen im kanadischen Staat Ontario, Muslime zumindest in Erb- oder Familienstreitigkeiten nach der Scharia richten zu lassen, oder auch der Vorschlag der ehemaligen Bundesverfassungsrichterin und Sozialdemokratin Jutta Limbach, im deutschen Grundgesetz ein Minderheiten-Statut zu schaffen, das zum Beispiel die Befreiung muslimischer Mädchen vom Sportunterricht erlaubt - wird wie ein Rückschritt und eine erneute Einkapselung erlebt (10).

Die Mystik des Respekts vorm Anderen, wie sie sich im Westen entwickelt, ist äußerst dubios: Denn Respekt bedeutet etymologisch gesehen "aus der Ferne betrachten". Im 19. Jahrhundert empfand man die Eingeborenen als so fremd, dass es undenkbar war, ihnen das europäische Modell oder gar die französische Staatsbürgerschaft anzutragen. Damals wurde die Andersartigkeit als Minderwertigkeit gedacht, jetzt wird sie wie eine unüberwindbare Distanz erlebt. Auf die Spitze getrieben führt dieses Lob der Autarkie in sattsam bekannt Politikmodelle: Was war die südafrikanische Apartheid anderes als ein wörtlich genommener Respekt vor der Andersheit, bis hin zu dem Punkt, an dem der Andere so verschieden von mir ist, dass er nicht mehr das Recht hat, sich mir zu nähern?

So bremst man aus Sorge um das religiöse Gleichgewicht jede Reformregung innerhalb einer bestimmten Konfession, so sperrt man einen Teil dieser Bevölkerung - meistens die Frauen - in einen Minderheitenstatus. So erhält man auf subtile Weise unter dem Mäntelchen der Vielfalt die Segregation aufrecht. Womit bewiesen wäre, dass sich hinter dem Loblied auf die Schönheit aller Kulturen oft genug nur die sattsam bekannte Herablassung der einstigen Kolonialherren verbirgt. Manche sagen: Der Islam ist erst im 7. Jahrhundert entstanden, er hat einen unvermeidlichen Rückstand. Oder, wie Tariq Ramadan behauptet: Die Masse der Gläubigen ist noch nicht reif genug, eine Praxis wie die Steinigung aufzugeben (er selbst ruft zu einem Moratorium für diese Art von Bestrafung auf, nicht zu deren Abschaffung) (11). Doch diese Auffassung verkennt die "Ungeduld der Freiheit" (Michel Foucault), die muslimische Eliten beim Anblick jener laizistischen Nationen ergreift, die sich von den Fesseln des Dogmas und rückständigen Sitten befreit haben.

Die Aufklärung gehört dem Menschengeschlecht und nicht nur einigen Privilegierten aus Europa und Nordamerika - die sich überdies herausnehmen, sie wie verwöhnte Gören mit Füßen zu treten und anderen vorzuenthalten. Vielleicht ist der Multikulturalismus angelsächsischer Prägung nichts anderes als eine legale Apartheid, begleitet - wie so oft - vom rührseligen Gesäusel der Reichen, die den Armen erklären, dass Geld allein nicht glücklich macht. Wir tragen die Bürde der Freiheit, der Selbstverwirklichung, der Gleichberechtigung der Geschlechter, euch bleiben die Freuden des Archaischen, des Missbrauchs nach Vorvätersitte, der arrangierten Heiraten, Kopftücher und Vielehen. Angehörige dieser Minderheiten werden unter Denkmalschutz gestellt. Wir sperren sie in ein Reservat, um sie vor dem Fanatismus der Aufklärung und den Kalamitäten des Fortschritts zu bewahren: All jenen, die uns unter dem Sammelnamen Muslime bekannt sind (Maghrebiner, Pakistani, Afrikaner) soll es verboten sein, den Glauben abzulegen, oder nur ab und zu zu glauben, auf Gott zu pfeifen oder sich ein Leben fernab von Koran und Stammesriten aufzubauen.

Der Multikulturalismus ist ein Rassismus des Antirassismus. Er kettet die Menschen an ihre Wurzeln. Der Bürgermeister von Amsterdam, Job Cohen, einer der Stützpfeiler des niederländischen Staates, fordert beispielsweise, man solle "einige muslimisch-orthodoxe Gruppierungen, die bewusst die Frau diskriminieren", akzeptieren, weil wir einen "neuen Klebstoff brauchen, um die Gesellschaft zusammenzuhalten". Im Namen des gesellschaftlichen Zusammenhalts lädt man uns ein, jubelnd die Intoleranz zu beklatschen, mit der diese Gruppen unseren Gesetzen begegnen. Man preist folglich die Koexistenz kleiner, abgeschotteter Gesellschaftsgruppen, die jede für sich eine andere Norm befolgen. Wenn man das gemeinsame Kriterium für die Unterscheidung von Recht und Unrecht aufgibt, wird jede Vorstellung von einer nationalen Gemeinschaft untergraben. Ein französischer, britischer, holländischer Staatsbürger unterliegt zum Beispiel der strafrechtlichen Verfolgung, wenn er seine Ehefrau schlägt. Soll seine Tat ungeahndet bleiben, falls sich herausstellt, dass er Sunnit oder Schiit ist? Soll ihm sein Glaube das Recht verleihen, die gemeinschaftlichen Regeln zu brechen? Mit anderen Worten: Man verherrlicht beim Anderen, was man bei sich selbst immer gegeißelt hat: die Abschottung, den kulturellen Narzissmus, den eingefleischten Ethnozentrismus!

In dieser Toleranz liegt Verachtung, denn sie unterstellt, dass einige Gemeinschaften unfähig seien zur Moderne. Und was, wenn das Aufbegehren der britischen Muslime sich nicht nur der rückschrittlichen Sittenstrenge ihrer Anführer verdankt, sondern auch der dunklen Ahnung, dass die staatlichen Aufmerksamkeiten, die ihnen zuteil werden, nichts weiter sind als eine subtile Herablassung, die ihnen bedeuten soll, dass sie allzu zurückgeblieben sind für die moderne Ziviliation? Einige italienische Gemeinden wollen bekanntlich Strände für muslimische Frauen einrichten, damit sie baden können und dabei vor den Blicken der Männer geschützt sind. Schon in zwei Jahren könnte das erste "islamische Krankenhaus", das in allen Punkten den Vorschriften des Korans folgt, in Rotterdam gebaut werden. Man fühlt sich zurückversetzt in die amerikanischen Südstaaten zur Zeit der Rassentrennung - doch diese Rassentrennung wird vom Who's Who der fortschrittlichen Kräfte in Europa nach Kräften unterstützt!

Es gilt einen doppelten Kampf zu führen: Die Minderheiten müssen vor Diskriminierungen geschützt werden (zum Beispiel durch Vermittlung regionaler Sprachen und Kulturen oder durch die Anpassung des Schulkalenders an ihre religiösen Feste), die einzelne Person jedoch muss vor Einschüchterungsversuchen ihrer community geschützt werden.

Und noch ein letztes Argument gegen den Multikulturalismus angelsächsischer Prägung: Er funktioniert nicht. Die Regierungen haben es selbst zugegeben. Nicht genug damit, dass Großbritannien dem Dschihad jahrelang als Asylland gedient hat, mit den bekannten dramatischen Folgen. Nun muss Großbritannien auch noch eingestehen, dass sein auf Kommunitarismus und Separatismus gegründetes Sozialmodell versagt hat. Wie hat man nicht über den französischen Autoritarismus gespottet, als die Assemblee nationale den Frauen und jungen Mädchen das Tragen des Kopftuchs in Schulen und öffentlichen Gebäuden per Gesetz untersagte. Die Frankophobie Timothy Garton Ashs, der seinen Artikel in der New York Review of Books im Departement Seine Saint-Denis beginnen lässt, ist eines Neocons aus Washington würdig! Aber wie lässt sich dann erklären, dass politische Verantwortliche in Großbritannien, Holland und Deutschland unter dem Schock der immer weiteren Verbreitung von Burka und Hidschab ihrerseits erwägen, Gesetze dagegen zu erlassen? (12).

Die Fakten sind grausam. Sie widersprechen den Abwieglern, die Europa dem Islam anpassen wollen statt umgekehrt. Je mehr man vor dem Radikalismus der Bärtigen zurückweicht, desto schärfer wird ihr Ton. Appeasementpolitik macht sie nur hungriger. Die Hoffnung, dass Wohlwollen die Rohlinge entwaffnen wird, entbehrt jeder Grundlage. Auch wir in Frankreich haben unsere Kollaborateure des Dschihadismus, bei den Linksradikalen wie auch bei den Rechten: anlässlich des Karikaturenstreits schlugen Abgeordnete der UMP einen Blasphemie-Paragrafen vor, der uns glatt ins Ancien Regime zurückversetzt hätte.

Das moderne Frankreich hat sich im Kampf gegen die Hegemonialmacht der Katholischen Kirche herausgebildet, es wird sich zweihundert Jahre nach der Revolution nicht unter das Joch eines neuen Fanatismus begeben. Deshalb sind Bestrebungen eines islamischen Revanchismus insbesondere wahhabitischer Saudis, Muslimbruderschaften, Salafisten und von Al Qaida, die auf Europas Gesellschaften zugreifen und Andalusien zurückerobern wollen, als Kolonialismus zu bekämpfen. (13). Wie sind Europa und Frankreich laizistisch geworden? Durch den unablässigen Kampf gegen die Kirche und ihren Anspruch, über die Geister zu herrschen, die Widerspenstigen zu bestrafen, Reformen zu blockieren, die Einzelnen, vor allem die ärmsten, im Schwitzkasten der Resignation und der Angst gefangen zu halten. Es war ein unerhört gewaltsames Ringen auf beiden Seiten, mitunter schrecklich und niederträchtig, doch es hatte einen unbestreitbaren Fortschritt zur Folge und erlaubte uns, 1905 das Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat zu verabschieden.

Das französische Modell (das später von Mustafa Kemals Türkei nachgeahmt wurde) verdankt sich einem glücklichen Sieg über Obskurantimus und Bartholomäusnächte. Darin besteht seine Überlegenheit. Warum sollten wir dem Islam durchgehen lassen, was wir von Seiten der Kirche nicht mehr dulden? Der Laizismus, dessen Prinzipien übrigens in den Evangelien niedergelegt sind, beruht auf einer Handvoll einfacher Prinzipien: Religionsfreiheit, friedliches Nebeneinander der Religionen, Neutralität des öffentlichen Raumes, Einhalten des Gesellschaftsvertrages und schließlich auf der von allen gebilligten Gewissheit, dass die göttlichen Gesetze nicht über den staatlichen Gesetzen stehen, sondern anderswo wirken, in den Herzen der Gläubigen, in einem Raum privater Andacht.

Frankreich, so die deutsche Philosophin Hanna Arendt, hat seine Kolonisierten gleichermaßen als Brüder und Untertanen behandelt. Die Zeit der Kolonien ist glücklicherweise vorbei. Doch die auf dem Ideal der Gleichheit beruhende republikanische Assimilation setzt voraus, dass allen Menschen, unabhängig von Rasse, Geschlecht und Glauben, die gleichen Rechte zustehen. Dieses Ideal ist bei weitem noch nicht umgesetzt. Es steckt sogar in einer Krise, wie die Unruhen in den Banlieus im November 2005 gezeigt haben. Und doch scheint es mir ein besseres Modell zu sein als die Anbetung der Vielfalt. Gegen das Recht auf Vielfalt muss man unablässig das Recht auf Ähnlichkeit bekräftigen: Was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt.

Die Standpunkte von Ian Buruma und Timothy Garton Ash liegen auf einer Linie mit jenen der amerikanischen und britischen Regierungen (selbst wenn sie in politischer Hinsicht mit ihnen uneins sind): Die Niederlage George W. Bushs und Tony Blairs in ihrem Krieg gegen den Terror ist auch darauf zurückzuführen, dass sie dem militärischen Kampf den Vorrang vor einem Kampf der Ideen gegeben haben. Die unverbesserliche Frömmelei dieser beiden Regierungsführer, ihre Mischung aus strategischer Protzerei und Blauäugigkeit hat sie daran gehindert, den Kampf da auszutragen, wo es nötig gewesen wäre: auf dem Terrain des Dogmas, der Interpretation der Schriften, einer neuen umfassenden Lektüre der religiösen Texte. (14) Gestern noch verband sich der Kalte Krieg mit einem globalen Kampf gegen den Kommunismus, in dem das Aufeinanderprallen von Überzeugungen und der kulturelle Kampf, der über Kino, Musik und Literatur ausgetragen wurde, eine wichtige Rolle spielte. Heute beobachten wir nicht ohne Sorge, wie die britische Regierung im Kreis ihrer muslimischen "Berater" mit dem Motto kokettiert: Lieber Fundamentalismus als Terrorismus. Dabei sieht sie nicht, dass der eine der Zwillingsbruder des anderen ist, und dass der fundamentalistische Würgegriff Europas Muslime für immer einer möglichen Reform entfremden wird.

Darum ist das Engagement für einen aufgeklärten europäischen Islam von entscheidender Bedeutung: Europa kann ein leuchtendes Beispiel für eine Reform dieses Monotheismus werden, von dem man sich erhofft, dass er eines Tages für die Selbstkritik und die Gewissensprüfung gewonnen werden kann, so wie es das Zweite Vatikanische Konzil im Fall der Katholiken bewirkt hat. Allerdings sollte man sich nicht im Gesprächspartner irren und jene Fundamentalisten als Freunde der Toleranz hinstellen, die nicht mit offenen Karten spielen und sich der Linken und der Intelligentsia bedienen, um ihre Konfession vor der Bewährungsprobe des Laizismus zu bewahren (15).

Die Zeit ist reif für eine große Solidaritätsbewegung zugunsten aller Rebellen in der islamischen Welt, der Ungläubigen, der atheistischen Libertins, der Schismatiker, der Freiheitswächter, so wie wir einst die Dissidenten Osteuropas unterstützt haben. Europa sollte diesen abweichenden Stimmen Mut machen, ihnen finanzielle, moralische und politische Unterstützung zukommen lassen, ihnen eine Patenschaft anbieten, sie einladen und beschützen. Es gibt heute keine heiligere, ernsthaftere und für die Eintracht zukünftiger Generationen entscheidendere Aufgabe. Doch unser Kontinent geht mit selbstmörderischer Unwissenheit vor den Gottesverrückten in die Knie und knebelt oder verleumdet die freien Denker. Selig die Skeptiker, die Ungläubigen, die die tödliche Glut des Glaubens erkalten lassen!

Ist es nicht seltsam? 62 Jahre nach dem Ende des Dritten Reichs und 16 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat ein wichtiger Teil der europäischen Intellektuellen nichts besseres zu tun, als die Freunde der Demokratie anzuschwärzen. Sie wollen, dass wir nachgeben, zurückweichen, sie propagieren eine Aufklärung light. Dabei sind wir noch weit entfernt von den ungleich dramatischeren Umständen der dreißiger Jahre, als sich die besten Köpfe im Namen von Rasse, Klasse oder Revolution Berlin oder Moskau in die Arme warfen. Die heutige Gefahr ist diffuser, zersplitterter. Da gibt es nichts, was der übermächtigen Gefahr des Dritten Reiches ähnlich wäre. Selbst das Regime der Mullahs in Teheran ist ein Papiertiger, den ein Mindestmaß an Härte in die Knie zwingen würde. Und doch wimmelt es nur so von Priestern der Erschlaffung. Kant definierte die Aufklärung durch eine Devise: "Sapere aude! - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Eine Kultur des Muts - vielleicht ist es das, was unseren Seelsorgern fehlt. Sie sind die Symptome eines müden und von Selbstzweifeln geplagten Europas, das beim leisesten Alarm in Deckung geht. Hinter ihrer klebrigen Gutmenschenrhetorik spielt eine andere Musik: die der Kapitulation!

*

Aus dem Französischen von Barbara Jantzen.


Pascal Bruckner, Jahrgang 1948, ist Romancier und Essayist. Er studierte unter anderem an der Sorbonne und der Ecole pratique des hautes etudes. Sein Doktorvater war Roland Barthes. Als Essayist gehört er zum Umkreis der "nouveaux philosophes". Eines seiner bekanntesten Bücher sind die "Tränen des weißen Mannes" (Le Sanglot de l'homme blanc) von 1983, das "Tiermondisme", einen Schuldkomplex der westlichen Welt gegenüber der "Dritten Welt" thematisiert. Sein Roman "Lunes de fiel" wurde von Roman Polanski verfilmt. Zuletzt erschien der Essay "La tyrannie de la penitence : Essai sur le masochisme occidental".


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Pascal Bruckner hat mit seiner Polemik gegen Ian Burumas Buch "Murder in Amsterdam" und einen Artikel Timothy Garton Ashs eine internationale Debatte ausgelöst. Alle Artikel zu dieser Debatte finden Sie auf Deutsch hier, auf Englisch hier.

(1) Ian Buruma: "Murder in Amsterdam: The Death of Theo Van Gogh and the Limits of Tolerance", New York (Penguin Press) 2006
(2) "Islam in Europe" in: New York Review of Books, 5. Oktober 2006
(3) "Ayaan Hirsi Ali is now a brave, outspoken, slightly simplistic Enlightenment fundamentalist." Auch Buruma spricht von "Enlightenment fundamentalists", s. Seite 27 seines Buchs.
(4) Ayaan Hirsi Ali: "Mein Leben, meine Freiheit", München (Piper) 2006
(5) Buruma, ebd., s. 179.
(6) Laut Ian Buruma vergleicht der bekannte holländische Autor Geert Mak Ayaan Hirsi Alis Film "Submission" mit dem antisemitischen Propagadafilm der Nazis "Jud Süß" ("Murder in Amsterdam", Seite 240)
(7) Zur Information: 30.000 Frauen afrikanischer Herkunft wurden in Frankreich beschnitten und 30.000 junge Mädchen sind in den kommenden Jahren davon bedroht. Frankreich war lange Zeit das einzige Land, das die Beschneiderinnen strafrechtlich verfolgte. Das Gesetz vom 4. April 2006 hat die Maßnahmen weiter verschärft. Seit Oktober 2004 wird die chirurgische Wiederherstellung der Klitoris von den Krankenkassen übernommen.
(8) Ayaan Hirsi Ali, "Mein Leben..."
(9) Timothy Garton Ash, im bereits zitierten Artikel: "Ayaan Hirsi Ali ist für Journalisten einfach unwiderstehlich: eine große, auffallend schöne, exotische, mutige und freimütige Frau mit einer bemerkenswerten Lebensgeschichte, die in ständiger Bedrohung lebt und Gefahr läuft, wie auch van Gogh, ermordet zu werden. (...) Es ist gegenüber Frau Ali sicher nicht respektlos anzudeuten, dass ihre Geschichte und ihre Ansichten kein so großes Interesse hervorgerufen hätten, wäre sie klein, buckelig und schielend gewesen."
(10) Jutta Limbach: "Making multiculturalism work", in: signandsight.com
(11) Er hat diese Ansicht erneut vertreten, während dem auf einem französischen Sender ausgestrahlten Fernsehduell mit Nicolas Sarkozy vom 20. November 2003. Sein Bruder Hani Ramadan, der ebenfalls Schweizer Staatsbürger ist, findet diese Art der Bestrafung gerechtfertigt.
(12) Verschiedenen Umfragen zufolge fühlen sich 87 Prozent der britischen Muslimen vor allem als Muslime; in Frankreich sind es 46 Prozent. Die Mehrheit der Muslime sind also dem republikanischen Ideal verhaftet und stellen ihre religiösen Prinzipien hinter der Treue zur französischen Nation zurück.
(13) Hier zur Erinnerung Al Qaidas Verlautbarung vom 18. September 2001: "Wir werden das Kreuz zerschlagen. Ihr werdet nur zwischen dem Islam und dem Schwert wählen können." Und im September 2006, nach der Regensburger Rede des Papstes Benedikt XVI. über Gewalt und Religion, schwenkten Demonstranten in Jerusalem und Nablus Spruchbänder mit der Aufschrift: "Rom zu erobern, ist die Lösung". Scheich Yusuf al-Qaradawi, geistiger Führer der Muslimischen Bruderschaft und Mentor von Tarik Ramadan, der auf Al-Dschasira sein Unwesen treibt, hat in einer seiner berühmtesten Predigten erklärt, er sei sich sicher, dass "der Islam als siegreicher Eroberer nach Europa zurückkehren werde, nachdem er zweimal von dort vertrieben wurde. Dieses Mal wird die Eroberung nicht durch das Schwert erfolgen, sondern durch Predigt und Ideologie." Nebenbei gibt al-Qaradawi grünes Licht für Selbstmordattentate.
(14) 2004 hat Tony Blair zur Weihnachtszeit zwei Arten von Grußkarten drucken lassen, von denen die eine Nichtchristen bestimmt war und Christi Geburt in keiner Weise erwähnte. Welch ein Paternalismus steckt hinter dieser schrecklich gutmeinenden Geste!
(15) Über Tarik Ramadans Doppelzüngigkeit und seinen tiefsitzenden Antisemitismus: Für den schlechten Ruf seines Großvaters Hassan al-Banna, Gründer der Muslimischen Bruderschaft in Ägypten, macht er die Machenschaften der zutiefst reaktionären "zionistischen Lobby" verantwortlich. Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang das sehr gut recherchierte und überzeugende Buch von Caroline Fourest, "Frere Tariq" (Paris, Grasset, 2004). Die Autorin wurde nach der Veröffentlichung ihres Buches physisch bedroht, auf der Webseite der Freunde Ramadans, oumma.com, einer Hetzjagd ausgesetzt und musste einige Zeit lang unter Polizeischutz gestellt werden.

ZEIT-Leserbriefschreiber zu den Bemerkungen von Frau Merkel zum Wohnungsbau in Jerusalem #Antisemitismus #israel #USA

@macdoc : Völlige Zustimmung

Zitat:
"Geld regiert die Welt! Und die Lobby des kleinen Landes sitzt nunmal an den Schalthebeln dieser Großmacht. So einfach ist das."

Das Alliiertentum von US-Israel beruht nicht auf der moralischen Verbundenheit und der gleichen Auffassung von Freiheit und Demokratie (wie immer unterstrichen wird), sondern auf einer handfesten monetären Beeinflussung, um nicht zu sagen: Abhängigkeit von einer jüdisch dominierten Israel-Lobby, die die Großbanken der Ostküste bis in die FED und den 111. Kongress hinein kontrolliert. Von den US-Medien ganz zu schweigen.

oder diesen


gute Nachricht

Zitat:
Sollte sich in den USA tatsächlich die Erkenntnis durchsetzen, dass die unbedingte Unterstützung der friedensfeindlichen Politik Israels den eigenen nationalen Interessen zuwider läuft, wäre das ein
riesiger Schritt in Richtung Lösung des Nahostkonfliktes. Aber daran kann ich nicht so recht glauben, dafür sind die israelfreundlichen Lobbys, Pressure Groups und Medienmogule einfach zu mächtig. [...]

Dennoch ist das eine gute Nachricht. Diese Minikrise wird es den Extremisten in Jerusalem zumindest in den nächsten Wochen nicht erlauben, den Iran zu überfallen oder anderen Terror a la Dubai zu verbreiten. Das ist ja auch schon mal etwas...

[Gekürzt, bitte bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks. Danke. /Die Redaktion pt.]

oder


Böse! Böse!

Zitat:
Da hat Frau Merkel einen Anruf aus Washington bekommen mit der Bitte, sich darüber kritisch zu äußern, dass die israelische Regierung Joe Biden ins Gesicht spuckt. Und natürlich macht die Merkel das: "Ihr bösen Buben!", schimpft sie.
Da werden sich die Leute um Herrn Netanyahu aber erschrecken!
Das Spiel heißt Wag the Dog. Die israelische Regierung und ihre Vorgänger (bitte bemerken: nicht "die Juden", nicht einmal "die Israelis") halten die Welt als Geisel, damit sie das biblische Land wieder errichten können. Frau Merkel (und ihre vielen westlichen Kollegen) sorgen dafür, dass wir alle als Geiseln gehalten werden.

Die Welt als Geisel....

 

Und von diesem Typ Leserbrief (meist nicht so deutlich) gibt es mehrere Leserbriefe in der Zeit (!). Sicher würden die Schreiber nicht den Anforderungen Himmlers an Standfestigkeit genügen aber das Vorbehalte gegen Juden ein höheres Ziel verfolgen, ist sicher die Meinung des Schreibers.

 

Und einiges haben die Moderatoren da schon weggekürzt.

 

Diesen hier als Beispiel:


@vantast : "Israel in die USA verlegen"

Zitat:

[Entfernt. Bitte bemühen Sie sich, zu einem Mindestmaß an Sachlichkeit in dieser Diskussion beizutragen und unterlassen Sie bitte Äußerungen, die als antisemitisch ausgelegt werden könnten. Danke. /Die Redaktion pt.]

 

aus:

Merkel kritisiert Israel

Kanzlerin Merkel hat sich gegen ein israelisches Bauprojekt in Ostjerusalem ausgesprochen. Statt Friedensgespräche zu blockieren, müsse Israel konstruktiver sein.

 
Karikaturenstreit von 2006 als Kampf um die Meinungsfreiheit - Verantwortlichkeiten und Konsequenzen #Islam #Karikatur

Zu den Fakten (ich beziehe mich überwiegend auf http://de.wikipedia.org/wiki/Karikaturen-Streit):
Die Karikaturen wurden in einer dänischen Zeitung veröffentlicht, die im muslimisch/arabischen Raum nicht verbreitet oder gelesen wird.
Kann man die Gefühle eines Blinden mit pornografischen Fotos verletzen oder bereiten schiefe Töne einem Tauben Ohrenschmerzen? Die Moslems sind hier wie "Blinde", denn beim besten Willen konnten sie die angeblich so verletzenden Karikaturen nicht sehen.

Um das zu verdeutlichen, muß man sich den chronologischen Ablauf der Ereignisse vor Augen führen. Die Karikaturen wurden in der Tageszeitung veröffentlicht und es gab zunächst keine Reaktionen. Das ist insbesondere dann nicht mehr verwunderlich, wenn man sich die Karikaturen selber ansieht und einer kritischen Untersuchung unterzieht. 3 von den 4 Karikaturen sind nur lustig und dienen erkennbar nicht der Herabsetzung des muslimischen Glaubens. Die bekannteste Karikatur, ein Araber mit einer aus dem Turban kommenden Zündschnur
, ist nicht so lustig und könnte zu Unzufriedenheit unter gläubigen Mohammedanern führen – was aber zunächst gar nicht geschah. Im Kontext mit dem 9/11 Ereignis ist der Mohammed mit dem Zündschnurturban aber nun wirklich wieder niedlich.
Und inwiefern kann sich ein noch so strenger Muslim über eine Karikatur aufregen, die folgendes zum Inhalte hat:

Zitat:
Ein Karikaturist zeichnete einen Schüler namens Mohammed, vor einer Tafel, auf der in Persisch geschrieben steht: „Die Redaktion von Jyllands-Posten ist eine Bande reaktionärer Provokateure“.




Nach etwa 4 Monaten wurden Berichte über die Karikaturen in Nordafrika über die dortigen Medien dort bekanntgemacht. In einem von den dänischen Imamen Ahmad Abu Laban und Akhmad Akkari im November und Dezember 2005 für eine Reise nach Ägypten und dem Libanon angefertigten 42-seitigen Dossier, welches Vertretern der Arabischen Liga sowie muslimischen Klerikern und Akademikern überreicht wurde, wurden neben den Zeitungsartikeln auch drei zusätzliche Abbildungen aufgeführt. Diese wurden als besonders beleidigend empfunden, waren von der Zeitung aber weder in Auftrag gegeben noch veröffentlicht worden. Der Inhalt dieser von Deinen dänischen Glaubensbrüdern hinzugefügten Karikaturen werde ich hier nicht vortragen, da er wirklich verletztend und eklig ist. Man kann es bei Wikipedia nachschlagen und ggfls. bei Flickr danach suchen.


Für die Muslims und in den muslimischen Staaten ist es verboten, Material zu verbreiten, in dem Mohammed herabgesetzt wird. Die Gläubigen sind vor solchem Material zu schützen. Für den Gläubigen stellt sich das so dar, daß er erst dann in seinem Glauben und seiner Ehre beeinträchtigt ist, wenn er von solchem Material erfährt und gezwungen ist, es wahrzunehmen.
Hier geht nun der Glauben mit der Logik parallel was in Glaubensfragen meistens aber bei weitem nicht immer der Fall ist. Ich kann ja nicht von einer Sache beleidigt sein, wenn ich gar nicht weiß, daß sie existiert.
Dieser Zwang zur Wahrnehmung ist natürlich dann gegeben, wenn diese Materialien in Medien verbreitet werden, die die Gläubigen sowieso konsumieren (in diesem Fall arabische Tageszeitungen und Fernsehsender). Dieser Zwang zur Wahrnehmung wäre auch dann gegeben, wenn diese Materialien über westliche Medien, die sich an muslimische Konsumenten richten (namentlich hier die arabischsprachigen Teile von CNN, der deutschen Welle oder des israelischen Fernsehens). Letzteres wurde aber nicht gemacht.

Der Fall ist natürlich dann nicht gegeben, wenn es sich um eine dänische Tageszeitung handelt. Selbstverständlich mußten das dänische Muslims konsumieren aber das ist nicht so schlimm, weil die Muslims in der westlichen Diaspora eine quasi automatische Absolution haben (und geben), weil sie hier nahezu ständig mit Material in den Medien konfrontiert werden, das es so in muslimisch dominierten Gesellschaften nicht gibt oder nicht geben soll.
Hier zeigen sich schon erste wirklich üble Gemeinheiten. Die Geistlichen, die die Karikaturen in den muslimischen Ländern bekanntgemacht haben, haben ja strenggenommen gegen eigene Glaubensgrundsätze massiv verstoßen. Sie hätten das gar nicht machen dürfen und es gab auch keinen Grund das zu machen. Strenggenommen haben sie ja auch Copyrightverstöße begangen, da sie sich ja beim Rechteinhaber die Rechte für die Verbreitung im arabischen Sprachraum nicht besorgt haben (die sie dafür auch nicht bekommen hätten). Das mag im Gesamtzusammenhang Korinthenkackerei sein, ist aber ein deutlicher Hinweis, daß sie sehenden Auges was böses vorhatten. Die Zielgruppe dieser Karikaturen waren dänische Leser einer dänischen überregionalen Tageszeitung. An eine internationale Verbreitung geschweige denn an eine Verbreitung im arabisch/muslimischen Raum war überhaupt nicht gedacht und die damit zusammenhängenden Rechte sind nie gegeben worden. Die Karikaturen sind nach wie vor nicht rechtefrei oder open Source, was schon daran zu erkennen ist, daß Geert Wilders aufgefordert wurde, die eine Karikatur aus seinem Film zu entfernen.
Die Bösartigkeiten enden hier noch nicht.
Die dänischen muslimischen Geistlichen haben die harmlosen Karikaturen um noch weit schlimmere ergänzt und diese aktiv in den arabischen Medien bekanntgemacht.
Es fand eine Hetzkampagne statt in deren Verlauf indonesische Krankenschwestern ermordet wurden, dänische muslimische Jugendliche Schulen in Kopenhagen ansteckten und vernichteten und die Karikaturisten Morddrohungen bekamen. Diese Morddrohungen mußten nach dem bestialischem Mord an dem holländischen Filmemacher ja auch ernst genommen werden.


Meine Meinung dazu:
Gerade dieser Karikaturenstreit zeigt doch eine üble Sichtweise der Verantwortlichen in der muslimischen Welt. Zunächst ist doch ganz deutlich, daß die Karikaturen für sich genommen im Kontext des 9/11 Ereignisses und der Bombenanschläge lustig und vergleichsweise harmlos sind.
Die Aufstände und massiven Drohungen gegen Dänemark und im Grunde genommen gegen die westliche Zivilisation habe ich als einen ebenso zielgerichteten wie dreisten Versuch der Einschränkung der Meinungsfreiheit angesehen. Und für die Einschränkung der Meinungsfreiheit dürfen wir keine Gnade kennen. Wir mußten leider im 20. Jahrhundert die Erfahrung machen, daß diejenigen die wegen schnellerer Erreichung des Paradieses derartige Einschränkungen auferlegt haben, genau die waren, die mit KZ und Erschießungskommandos Millionen von völlig Unschuldigen ermordet haben. Und solchen Leuten glauben wir ihre Paradiesversprechungen nicht.

Aus diesen Gründen hat mich das 9/11 Ereignis relativ kalt gelassen während die Karikaturenaufstände mich dazu bewogen haben, den Islam als eine Bedrohung aufzufassen.
Der Imam Ahmad Abu Laban ist ja am 1. Februar 2007 von uns gegangen. Er gehört zu denjenigen, die mit voller böswilliger Absicht das Verhältnis des Islam zur westlichen Welt nachhaltig massiv zerrüttet haben. Ich wünsche mir als eine Konsequenz aus der Sache - und ich bin sicher, daß die Zuständigen mit mir einer Meinung sind - daß dieser Mann im muslimischen Parallleluniversum bis ans Ende aller Tage in der Hölle brät.

 

Karikatur-Nachdruck im Oktober ohne Proteste

Nicht jede Veröffentlichung der Karikaturen in der islamischen Welt hatte jedoch solche Folgen. Keine Reaktion hatte es gegeben, als das enfant terrible der ägyptischen Presse, Adel Hammouda, in seiner Wochenzeitschrift „Al Fagr“ (Die Morgendämmerung) am 17. Oktober die Karikaturen nachgedruckt hatte, also im Fastenmonat Ramadan.

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Nach Erlangen - Dort referieren am Wochenende die Experten für Islamophobie und Antisemitismus - 5 Euro Eintritt

Falls Sie es gar nicht mehr abwarten können, bis es mit dem Wochenendseminar für Einsteiger und Einsteigerinnen in Sachen Islamophobie und Antisemitismus losgeht, empfehlen wir Ihnen als Einstieg in den Einstieg die Teilnahme an einer “Fachtagung” in Erlangen über Vorurteile und Ressentiments gegen Muslime. Für nur fünf Euro bekommen sie fünf Referenten zu hören, dazwischen Kaffee und am Ende ein warmes Abendessen. So günstig können Sie einen ganzen Tag nicht einmal bei der Bahnhofsmission in Dortmund verbringen.

Zwei der Referenten gehören zum Kreis der üblichen Verdächtigen: Prof. Dr. Wolfgang Benz, dessen Ruf inzwischen dermaßen gelitten hat, dass ihm nicht einmal die Teilnahme bei Big Brother schaden könnte; und Dr. Sabine Schiffer, die mit dem von ihr gegründeten “Institut für Medienverantwortung” eine Art private Reichskulturkammer ins Leben gerufen hat, die sich vom Original dadurch unterscheidet, dass ihre Empfehlungen an die Medien folgenlos bleiben.

Was Frau Dr. Schiffer unter “Medienverantwortung” versteht, hat sie deutlich gemacht, als sie dem deutschen Programm des iranischen Staatsrundfunks ein Interview gab, in dem sie ungeniert behauptete, der Ehemann der ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini wäre “sicherlich aus rassistischen Gründen” von einem Polizisten angeschossen worden - nur um sich hinterher als verfolgte Unschuld feiern zu lasssen, deren “Meinungs- und Pressefreiheit beschnitten werden” soll, weil sie “im Kontext der Rassismusforschung” ihr Recht auf “freies wissenschaftliches Forschen, Denken und Spekulieren” praktiziert hat.

In diesem Kontext und unter Verweis auf freies wissenschaftliches Forschen, Denken und Spekulieren müss auch die Frage erlaubt sein, ob Frau Dr. Schiffer noch alle Tassen im Schrank hatte, als sie in dem besagten

Interview mit dem iranischen Staatsrunfunk erklärte, die Menschen in Deutschland wären “was islamische Sachverhalte… oder Berichte aus der islamischen Welt” angeht, “dreißig Jahre lang Gehirn-gewaschen worden”. Auch sonst redet sie nur blumigen Unsinn, der mit “Wissenschaft” so viel zu tun hat wie eine Büttenrede mit einer Disputation.

Allein diese beiden Koryphäen der Rassismus- und Vorurteilsforschung - Professor Benz und Doktor Schiffer - lohnen schon die Reise nach Erlangen. Aber es gibt noch Bonus-Material in Gestalt von Frau Dr. Irene Runge, die als IM “Stefan” 17 Jahre lang der Stasi gedient hat. “Die Tochter deutsch-jüdischer Emigranten, die nach dem Krieg aus den USA in das andere Deutschland heimgekehrt waren, zeigte im Jahre 1963 vier Bekannte, von deren geplanter ‘Republikflucht’ sie erfahren hatte, bei der Stasi an. IM ‘Stefan’ bekam für ihre Heldentat von der Stasi eine Belohnung von 250 Mark und eine Urkunde; die vier verhinderten Republikflüchtlinge wanderten in den Knast.” http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9221729.html

Kommen Sie also nach Erlangen und erleben Sie: einen angejahrten Antisemitismusforscher, dem es entfallen ist, dass er bei einem NS-belasteten Professor promoviert hat; eine Fachfrau für Medienverantwortung, die sich mit wilden Fantasien bei den Mullahs anschleimt; und eine ehemalige IM der Stasi, die zwischen Amnesie und Amnestie nicht unterscheiden kann.

Mit fünf Euro sind Sie dabei.

aus

Erlangen ist eine Reise wert

Menschenrechtsaktivisten in Aktion #Nazis #antisemiten #Muslims #islam #Antisemitismus

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Erst alle Juden töten und dann die Weltherrschaft - Rede des Premierministers von Malaysia, Dato Seri Dr. Mahathir

Wie konnte der Premierminister von Malaysia das jüdische Einmaleins der Weltherrschaft aufdecken?

quote:
Diese Geheimoperation im Keller hebräischer Schulen in der ganzen Welt, wo hinter doppelt und dreifach verschlossenen Türen kleinen jüdischen Jungen und Mädchen ein Kurs mit dem Titel „Einmaleins der Weltherrschaft“ gelehrt wird. Juden sind seit Jahrtausenden auf Verschwiegenheit eingeschworen und versprechen, niemals diese streng geheime Information zu verraten. Zurzeit ist eine umfassende interne Untersuchung im Gang, um den Verräter oder Kollaborateur zu finden.


Rede des Premierministers von Malaysia, dem Ehrenwerten Dato Seri Dr. Mahathir Bin Mohamad, zur Eröffnung der zehnten Sitzung der islamischen Spitzenkonferenz im Putrajaya Konferenz-Zentrum, Putrajaya, Malaysia, am Donnerstag, 16. Oktober 2003 um 10.00 Uhr


Auszüge daraus:

quote:
Die Moslims wurden von großen Anführern wie Abdul Rahman III, Al-Mansur, Salah El Din Al Ayubi und anderen geleitet, die an der Spitze ihrer Truppen auf die Schlachtfelder gingen, um moslemisches Land und die Ummah zu beschützen.

Aber auf halbem Wege beim Aufbau der großen islamischen Zivilisation kamen neue Interpreten des Islam, die lehrten, dass Wissenserwerb durch Moslems ausschließlich das Studium islamischer Theologie bedeute. Vom Studium der Wissenschaft, Medizin usw. wurde entmutigt.

quote:
Die frühen Erfolge der Ottomanen waren nicht von einer intellektuellen Renaissance begleitet. Stattdessen wurden sie zunehmend erfüllt von unbedeutenden Streitfragen wie zum Beispiel, ob enge Hosen und spitze Kappen islamisch seien, ob Druckmaschinen erlaubt werden sollten oder Elektrizität genutzt, um Moscheen zu beleuchten. Die industrielle Revolution wurde von den Muslimen völlig verpasst.

quote:
Heute werden wir, die ganze moslemische Ummah, mit Verachtung und Ehrlosigkeit behandelt. Unsere Religion wird verunglimpft. Unsere heiligen Stätten entweiht. Unsere Länder sind besetzt. Unsere Völker ausgehungert und getötet.

Keines unserer Länder ist wirklich unabhängig. Wir stehen unter Druck, den Wünschen unserer Unterdrücker zu entsprechen, wie wir uns zu verhalten haben, wie wir unsere Länder regieren sollten, sogar wie wir denken sollten.

Wenn sie heute unser Land überfallen wollen, unsere Menschen töten, unsere Dörfer und Städte zerstören, gibt es nichts Substantielles, was wir tun können. Ist es der Islam, der all dies verursacht hat? Oder sind es wir, die darin versagt haben, unsere Pflicht in Übereinstimmung mit unserer Religion zu tun?

quote:
Es ist sicher an der Zeit, dass wir inne halten, um nachzudenken. Doch wird das verschwendete Zeit sein? Für gut mehr als ein halbes Jahrhundert haben wir um Palästina gekämpft. Was haben wir erreicht? Nichts. Wir sind schlechter dran als zuvor. Wenn wir inne gehalten hätten, um nachzudenken, dann hätten wir einen Plan entwickeln können, eine Strategie, die uns den endgültigen Sieg bringen kann. Inne halten und in Ruhe nachdenken kann keine Zeitverschwendung sein. Wir haben Bedarf, einen strategischen Rückzug zu machen und in Ruhe unsere Situation zu analysieren.

Wir sind aktuell sehr stark. 1,3 Milliarden Menschen können nicht einfach ausgelöscht werden. Die Europäer töteten 6 Millionen Juden von 12 Millionen. Aber heute beherrschen die Juden diese Welt durch Stellvertreter. Sie lassen andere für sich kämpfen und sterben.

quote:
Der Feind wird diese Vorschläge begrüßen und wir werden daraus schließen, dass ihre Befürworter für den Feind arbeiten. Aber denken Sie nach. Wir stehen gegen ein Volk, das denkt. Sie überlebten 2000 Jahre Progrome nicht indem sie zurückschlugen sondern nachdachten. Sie erfanden und förderten erfolgreich Sozialismus, Kommunismus, Menschenrechte und Demokratie, so dass ihre Verfolgung falsch erscheinen würde, so dass sie sich mit anderen derselben Rechte erfreuen. Damit haben sie jetzt Kontrolle über die mächtigsten Länder gewonnen und sie, dieses winzige Land, sind eine Weltmacht geworden. Wir können sie nicht durch Muskeln alleine bekämpfen. Wir müssen auch unseren Verstand benutzen.

Ich hätte nicht gedacht, daß Muslime so witzig sein können. :D

quote:
Ich bete zu Allah, dass diese 10. Konferenz der OIC in Putrajaya, Malaysia uns eine neue und positive Richtung geben wird, mit Erfolg gesegnet sein wird durch Ihn, Allmächtigen Allah, Arahman, Arahirn.

Halt zu wenig gebetet. Hat nichts gebracht.

Immerhin wurde diese Rede von allen anwesenden Vertretern der 57 islamischen Staaten frenetisch gefeiert. Bleibt noch eine Frage. Der Premier hat ja praktisch einen Plan vorgelegt, wie Israel vernichtet werden kann. War der Plan nun schlecht oder sind die Mohammedaner einfach nur zu blöd solche Pläne auszuführen? Oder ist der Plan von den Juden und ihren Handlanger sabotiert worden?

Vielleicht... trifft ja auch alles drei zu. :?

Wo Antizionismus draufsteht ist so gut wie immer Nationalsozialismus drin. #Judenhaß #cartoons #Israelhaß #gaza #Islam

Da habe ich mich daran erinnert, daß die Eingabe in Google "Israel Nazi" 7,5 Millionen Fundstellen gibt.
Ich war nicht enttäuscht.

Zunächst einmal fand ich den Blog mit dem vielversprechenden (und das auch haltenden) Namen

Infidel Kafir Watch

Nette Texte aber mich interessieren hier nur die Bilder:
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Auch nicht uninteressant (die Frage gab es hier im Forum):

Zitat:
A bar code starting with “729″ indicates that this product is produced in Israel 729 Israeli Bar Code Association - EAN Israel. This is a modest, simple and effective way to support Palestinian struggle against Israeli occupation and ethnic crimes against human beings. Sometimes brands are misleading, a bar code never lies if it carries that 729

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und

 

Zitat:
The following list is given according the priority as the worst at top and then second worst is next.

729 Israel

570 - 579 Denmark (i.e. 570, 571… 579)

870 - 879 Netherlands (i.e. 870,871… 879)

300 - 379 France

700 - 709 Norway

400 - 440 German



aber jetzt die handwerklich interessanteren Dinge:
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Jetzt der Hammer auf einer spanischen antifaschistischen Seite:http://islamicmyths.files.wordpress.com/2008/05/flag_israel_nazi.gif

Julius Streicher Would Be Proud
Der Autor hat das wohl Karikaturen entnommen die in der Washington Post oder New York Times erschienen sind.
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Richtig Mühe gegeben haben sie sich auch auf diesen palästinensischen Blog:
http://www.jerusalemites.org/image/041-06-07interior.jpg
Wer noch eine Vorlage für eine schöne Palästina Fahne braucht:Image

Auf ynet (wohl einem israelischen Blog) gab es zunächst mal ein Foto, das man mit "Candlelight Dinner mit der Hamas" überschreiben könnte: Image
Aber gleich danach wird es härter:
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Bildunterschrift:Gaza Strip = Israeli death camp (Photo: Al-Quds Al-Arabi website)
Al-Quds Al-Arabi (etwa: arabisches Jerusalem) ist eine arabischsprachige Zeitung die in London erscheint. Die zugehörige Webseite ist nicht so lustig, weil alles in arabisch ist. Immerhin habe ich noch das gefunden:Image

Last but not least: Carlos Latuff

Zitat:
Carlos Latuff - an Arabic family name. Born in Rio de Janeiro, 36 years old. On his homepage he is photographed with Leila Khaled, the terrorist who hijacked an Israeli airplane. He is one of the biggest Israel-haters.
He is the headmaster of one of the biggest factories for propaganda and incitements against Israel, he distributes poison in every place. The damage he's doing to Israel amongst youth around the world is enormous. He is one of the most influential Anti-Zionists in the world wide web, an awesome graphic talent, and a great cartoonist. He knows how to influence and use the internet. He is a top player in the Iranian evil industry, and his cartoons participate in the holocaust denial gallery in Teheran.
He hates America & Israel, his cartoons show Israelis and their rulers as demons. He sends missiles of hatred no less powerful than the missiles that Iran is developing, and he takes part in a gigantic genocide industry, with one goal - the destroying of the Jewish state.


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Wenn sich unsere mohammedanischen Freunde mal wieder über Karikaturen beschweren, kann man ihnen ja diese zeigen.




Einige besonders gelungene habe ich auf meinen Account hochgeladen, falls sie auf den Originalseiten nicht mehr vorhanden sein sollten.
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Gäbe es einen nationalsozialistischen deutschen Staat und gäbe es gleichzeitig Israel, wären diesen Zeichnungen in deutschen Zeitungen ein häufiges Auftauchen garantiert. 


 

 

 

 

 

 

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